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Das 722.6-Getriebe, auch bekannt als 5G-Tronic, ist ein Fünfgang-Automatikgetriebe, das in verschiedenen Mercedes-Benz-Modellen zum Einsatz kommt, darunter auch in der Nutzfahrzeugreihe Sprinter. Obwohl das Getriebe gut konstruiert und zuverlässig ist, kommt es insbesondere bei gewerblichen Anwendungen immer wieder zu Ausfällen.
Bei Nutzfahrzeugen kommt es im Vergleich zur zivilen Nutzung zu erhöhten Belastungen der Fahrzeugkomponenten und -baugruppen.
Insbesondere bei leichten Mercedes-Benz Sprinter-Lkw mit Doppelbereifung an der Hinterachse ist das Getriebe erheblichen Belastungen ausgesetzt.
Aus irgendeinem Grund ist es allgemein anerkannt, dass eine solche Doppelanordnung es ermöglicht, eine größere Nutzlast mitzunehmen, da die Last auf 4 Räder verteilt wird (z. B. zwei Räder auf jeder Seite) und nicht auf zwei wie in der Standardversion.
Ohne ein funktionierendes Getriebe, das die erforderlichen Belastungen bewältigen kann, spielt die Anzahl der Räder keine Rolle.
Das Hauptproblem beim Getriebe des Mercedes-Benz Sprinter 722.6 ist der Drehmomentwandler, allgemein als „Donut“ bekannt.
Der Drehmomentwandler ist eine konstruktiv recht komplexe Getriebeeinheit, die aus drei Hauptkomponenten besteht:
1. Pumpenrad:
Dieser wird durch die Rotation des Motors angetrieben und erzeugt einen Hydraulikflüssigkeitsfluss im Drehmomentwandler.
2. Turbinenrad:
Dieses ist mit den Antriebsrädern des Fahrzeugs verbunden und nutzt den Fluss der Hydraulikflüssigkeit, um das Drehmoment auf die Räder zu übertragen.
3. Reaktorrad oder Stator:
Dadurch wird der Fluss der Hydraulikflüssigkeit zwischen Pumpe und Turbine geleitet und die Drehmomentübertragung optimiert.

Beim Getriebe 722.6 ist das Turbinenrad (Nr. 2 in der Abbildung) mit einem Federdämpfer verbunden, dessen Aufgabe es ist, Drehschwingungen im Moment zu dämpfen und ein sanftes Einkuppeln unter Beibehaltung der Traktionseigenschaften zu gewährleisten.
Beim Sprinter kommt es häufiger zu Feder-Dämpfer-Ausfällen als bei anderen Mercedes-Benz-Modellen mit dem 722.6-Getriebe.

Wir haben eine einzigartige Lösung gefunden und setzen diese aktiv um, die dazu beiträgt, Probleme mit dem Drehmomentwandler langfristig zu vermeiden.
Die Lösung liegt im Einbau eines verstärkten Drehmomentwandlers aus leistungsstärkeren Mercedes-Benz-Benzinmotoren mit Hubräumen von 4,4 l bis 5,5 l.
Warum gerade dieser „Donut“?
Dieser Drehmomentwandler verfügt über einen verstärkten Dämpfer mit stärkeren Federn, sowohl im Durchmesser als auch im Stangenquerschnitt, was für eine „Verdauung“ hoher Drehzahlen und die Leistung eines für hohe Drehzahlen ausgelegten Benzinmotors sorgt.
Dies ist genau das, was zur Unterstützung der Traktionslasten von Nutzfahrzeugen, Diesel- und leichten Sprinter-Lkw erforderlich ist. Die Erfahrung zeigt, dass diese Lösung die Lebensdauer des Drehmomentwandlers im Vergleich zu einem Standardwandler um das 2- bis 3-fache verlängert.

Ein einfacher Austausch eines Drehmomentwandlers gegen einen anderen ist konstruktionsbedingt nicht möglich. Der verstärkte Drehmomentwandler ist 18 mm breiter als der Serienwandler.
Es ist notwendig, eine Reihe von Modifikationen durchzuführen, die mit der Kompensation der Abmessungen im Verhältnis zum Getriebesitz verbunden sind.
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Allerdings ist unsere hintere Getriebehalterung um 16 mm nach hinten versetzt und die Standardlöcher decken sich nicht mit der Halterung am Karosserielängsträger.


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Nach Abschluss der Arbeiten wird das Getriebe an seinem regulären Platz eingebaut.







